Barockgarten

Der ca. 1738 angelegte spätbarocke Garten sollte nach dem damaligen Zeitgeschmack als Barockgarten symmetrisch gestaltet werden. In einem Memoire hatte Christoph Daniel von der Schulenburg seine Anordnungen dazu niedergeschrieben:

Die lange Hauptallee von den Hellern zum Tiergarten sollte von 4 Queralleen rechtwinklig gekreuzt werden. Die so entstandenen 6 Felder sollten durch Hecken eingefasst und innen mit Obstbäumen besetzt werden. Außerdem sollte ein Irrgarten angelegt werden. Hinter der Scheune wünschte der General sich einen Bogengang aus Buchen oder Rüstern. Der ganze Park sollte von einer Mauer umgeben sein, auf deren Innenseite Obstspaliere anzulegen waren. Um 1860 wurde der Barockgarten zu einem englischen Landschaftsgarten umgestaltet.

Schon 1735, also vor Anlage des barocken Gartens, war ein Garten mit zwei Fischteichen (Heller) vorhanden. In dem Pachtvertrag mit dem Amtmann Christoph Heinrichs wurde festgelegt, dass dieser Garten von der Verpachtung ausgenommen sei, da der Besitzer ihn zu einem Lustgarten umgestalten wolle. Ebenso behielt er sich einen Streifen Acker zur Anlage einer Allee in gehöriger Breite hinter dem Garten ins Feld hinaus vor.

Der barocke Garten ist bereits auf einer noch erhaltenen Katasterkarte von 1740 abgebildet. 


Der Wassergraben erhielt 1738 eine äußere Umfassungsmauer. Zum Hof hin blieb eine Lücke, durch die eine Rampe zum Herausziehen der Fischernetze führte. Bei der Reparatur der Mauer 1986 wurde dieser Zugang geschlossen.

Die beiden Fischteiche (Heller), die bereits 1585 erwähnt wurden, waren zu dieser Zeit völlig verwildert und glichen mehr einem Bruch. Man ließ sie deshalb zukarren und zwei neue Karpfenteiche anlegen. Bisher war das überflüssige Wasser aus dem Schlossteich über offene Gräben quer durch den Garten abgeleitet worden. Diese wurden nun durch unterirdische Wasserleitungen aus ausgehöhlten Eichenstämmen ersetzt. Beim Abfischen des Schlossteiches wurde das Wasser an dem sogenannten Grundzapfen abgelassen und floss über die Heller in den Graben an der Parkgrenze.