Schulenburgs auf Angern ab 1448

Sie werden auch die Stammväter der drei Linien des weißen Stammes, von denen die ältere und jüngere bis heute fortbestehen. Zu Angern gehört Ramstedt, das bis auf 44 Jahre im 19. Jhrd. und 54 Jahre im 20. Jhrd. in der Familie bleibt. Die drei tüchtigen Brüder sind auch an anderen Erwerbungen beteiligt, die bis in unsere Zeit in der Familie blieben. Bereits 1417 ist Busso I (68) Mitpfandbesitzer von Altenhausen, auf das sein Schwiegervater Jahn v. Oberg Pfandinhaber ist. 1475 erhält (zum Ende seines Lebens) der jüngere der drei Brüder, Matthias I (76) und sein Sohn Bernhard XI (113) vom Erzbischof von Magdeburg die Erlaubnis, das Schloß Altenhausen von Ortgis Klencke einzulösen. 1485 wird mit Zustimmung des Domkapitels der erste Lehensbrief ausgestellt. Bodendorf gehört zu Altenhausen und spaltet sich erst später ab. Bald nach dem Erwerb von Altenhausen bringt dieser Bernhard XI (113) von der Äbtissin von Althaldensleben die Klostergüter in Emden wieder käuflich an sich. Zum Schloß Altenhausen gehört die Mark zu Schricke, die erst später zu Angern kommt. (Weitere Erwerbungen werden durch die erheblich Mitgift seiner Frau möglich, können sich jedoch nicht dauerhaft halten).

Im Jahre 1567 wird das Lehen auf die weiße Linie des Geschlechts als Fideikommiss übertragen, was bedeutet, dass der Besitz auch nach dem Tod des Lehnsinhabers in der Familie verbleibt und nicht an den Erzbischof zurückfällt. Diese drei Brüder vererbten Schloss Angern an ihre männlichen Nachkommen, was zur Folge hatte, dass der einst große Besitz immer mehr zersplitterte.

Erst der bereits erwähnte Christoph Daniel von der Schulenburg, der in sardinischen Diensten zu großem Reichtum gekommen war, vereinte 1734 und 1738 wieder alle Teile durch Kauf in einer Hand, erbaute das Schloss und erweiterte die Kirche. Das Schloss sowie das Rittergut mit ca. 1800 ha land- und forstwirtschaftlicher Fläche wurden 1949 in der Bodenreform entschädigungslos enteignet. 

Nach einer Unterbrechung von 50 Jahren kehrte die Familie Graf v.d. Schulenburg 1998 nach Angern zurück, wo ihre Vorfahren über 500 Jahre lang ihre liebgewonnene Heimat gefunden hatten. Neben dem Schloss werden in Angern und Umgebung 1000 Hektar Wald (siehe Forstwirtschaft) und 170 ha Landwirtschaft bewirtschaftet. Sowohl das Schloss, als auch der Forst mussten mit großem finanziellen Aufwand zurück erworben werden > mehr zu diesem Thema


3 Generationen auf einem Foto

v.l.n.r.:

1. Rose v. Schöning (sitzend)- Schwester von 4

2. Wilhelm Christoph Daniel Sigurd Schulenburg (stehend)- Sohn von 8, Enkel von 6, Bruder von 3, 7 und 9

3. Ilse Schulenburg (Kind mit Hut-stehend)- Tochter von 8 usw.

4. Helene Schulenburg geb. v. Schöning(sitzend)- Ehefrau von 6, Mutter von 8, Großmutter von 2, 3, 7 und 9

5. Kindermädchen Frl. Lembke (stehend)

6. Edo Friedrich Christoph Daniel Schulenburg (sitzend auf Stock gestützt)- Ehemann von 4, Vater von 8, Großvater von 2, 3, 7 und 9

7. Edith Schulenburg (sitzend) - später, Frau v. Bismarck-Briest, Tochter von 8, Schwester von 2, usw.

8. Friedrich (Fritz) Christoph Daniel Schulenburg (stehend mit Hut) - Sohn von 4 und 6, Vater von 2, 3, 7 und 9

9. Gisela Schulenburg (Kind stehend mit Zöpfen) - später Gräfin v. Wintzingerode-Bodenstein, Tochter von 8, Enkelin von 4 und 6, Schwester von 2, 3 und 7.